Trauzeugen bei der Hochzeit: Was sind ihre Aufgaben?

Veröffentlicht am: Mittwoch, 31. März 2010 von Ulrike Luecke-Bongartz in: heiraten

Trauzeugen bei Heirat sind nicht mehr Pflicht, aber immer noch in – doch wofür sind sie denn dann gut?

Trauzeugen haben sich über Jahrhunderte bei Hochzeitsvorbereitungen als nützlich erwiesen und waren lange Zeit gewissermaßen „Vorschrift“. Mittlerweile hat nur die katholische Kirche noch den Trauzeugenzwang, bei den „Evangelen“ und bei der standesamtlichen Trauung sind Trauzeugen nicht mehr Pflicht!

Allerdings wird von dem Brauch heute noch weitgehend gebrauch gemacht, und so sieht man schon am Wortspiel, dass die Nützlichkeit nicht verloren gegangen ist. Doch wozu sind Trauzeugen nütze? Die Frage ist ja erlaubt, denn die Wortwahl kommt ja nicht von ungefähr!

Also, Trauzeugen hatten immer in erster Linie die Aufgabe, die Trauung von 2 Menschen aus nächster Nähe mitzuerleben und dadurch den Akt später auch bezeugen zu können.

Aus diesem vertrauensvollen Akt ergibt sich dann auch, dass die Wahl der Trauzeugen meistens auf sehr enge Freunde oder Verwandte fällt. Man vertraut sich und man kennt sich, und daher auch die doppelte Bedeutung des Wortes Trauzeuge – man traut sich und man kann später die Eheschließung bezeugt, die ja auch nicht umsonst Trauung genannt wird…

Trauzeugen haben in der Regel viele Aufgaben, die sie wahrnehmen können, aber nicht müssen:
Bei den Hochzeitsvorbereitungen sind sie in allen Belangen informiert, sorgen für die nötigen Voraussetzungen des Gelingens und spielen sozusagen für ein paar Wochen den persönlichen Sekretär, die alles im Auge habende Organisatorin, die Stilberaterin, die Ansprechpartnerin für Haus- und Hoflieferanten und für jede nur erdenkliche Vorbereitung. Oft teilen sich die Trauzeugen die Aufgaben auch mit den Brauteltern und anderen Freundinnen und Freunden.

Es gibt aber ein paar Hinweise, die ganz wichtig zu berücksichtigen sind:
Die Garderobe soll nicht vornehmer oder besser sein als die der Brautleute (nicht immer wird in Weiß geheiratet) und der Brautvater hat das Vorrecht der Rede beim anschließenden Fest. Außerdem sollten die Trauzeugen keine Entscheidungen treffen, die nicht explizit mit dem Brautpaar abgestimmt sind. Vorschläge machen und Angebote rein holen immer, aber keine Entscheidungen ohne Rücksprache!

Die Trauzeugen haben auch während des Festes einen sehr nahen Platz bei und neben dem Brautpaar. Aber auch hier gilt, die Brauteltern stehen dem Hochzeitspaar am nächsten (Blut ist dicker als Wasser) und daher ist eine gute Kommunikation im Vorfeld am schönsten Tag im Leben der Braut unbestritten eine sehr zu empfehlende Sache!

So viele Möglichkeiten es gibt, so viele verschiedene Hochzeitsfeste, Feiern und Zeremonien hat die Welt gesehen. Und daher lohnt es sich immer, sich früh genug mit dem Brautpaar, den Brauteltern und sonst noch engsten Angehörigen und Freunden zusammen zu setzen und die Vorstellungen von einer gelungenen Hochzeit aus- und mitzuteilen.

Die 6 Ws haben auch hier wieder einen guten Zweck zu erfüllen und man kann sie immer wieder benutzen: wer?, wann?, wie?, wo?, was?, warum?.Und die Trauzeugen sollten sich nicht nehmen lassen, diese Fragen immer wieder zu stellen und die Antworten nieder zu schreiben. Hilft kolossal und erleichtert in vielerlei Situationen, das Programm zu bewältigen.

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