Hochzeit auf dem Schiff

Veröffentlicht am: Dienstag, 13. April 2010 von Ulrike Luecke-Bongartz in: Hochzeitsplanung

– in diesen Tagen zum 99. Mal auf der „Gorch Fock“!

Von Hochzeitsfesten auf Traumschiffen lesen wir ja immer wieder mal gerne und auch im Fernsehen gibt es wunderschöne Bilder darüber zu sehen. Doch bleibt für viele Menschen die Trauung auf einem der schönsten Segelschiffe der Welt nur ein Traum, denn die „Gorch Fock“ bietet zwar Trauung an Bord an, aber es gelingt halt längst nicht allen Hochzeitern, die davon träumen, einen Termin zu ergattern.

Erst vor Kurzem aber gab es die 99. Trauung auf der „Gorch Fock I“ und das ist eine ganz besondere Geschichte! Die Braut kam aus der Ukraine und der Bräutigam aus Deutschland. Und da die Braut sehr wohl die Geschichte des russischen Schriftstellers Alexander Grin kannte, dessen Novelle aus 1921 durch den sowjetischen Kinderfilm „Das purpurrote Segel“ dann 1961 noch viel bekannter wurde, war es für sie ein ganz besonderes Erlebnis, auf der „Gorch Fock“ zu heiraten. War doch dieses Schiff mit den purpurroten Segeln im Film die „Towarischtsch“, die nun wieder „Gorch Fock“ heißt und ihren Liegeplatz im Stralsunder Hafen hat.

Das bezaubernde Märchen aber handelt von dem Mädchen Assol, dass an der rauen Küste am Schwarzen Meer unter wüsten Fischer aufwächst und eines Tages durch einen wandernden Märchenerzähler erfährt, dass ein weißes Schiff mit riesigen, leuchtend roten Segeln kommen wird – und der Prinz an Bord würde sie von ihrem bescheidenen Leben erlösen. Diese Geschichte, die natürlich gut endet und Generationen von Leserinnen und Lesern verzaubert hat, gab nun auch bei dieser Hochzeit den Ton an.

Und so heiratete denn eine überglückliche Maryana Tarakhonych aus der Ukraine ihren Traumprinzen Oliver Harf auf der wunderschönen „Gorch Fock“ – auch wenn sie auf die purpurnen Segel verzichten musste, so war doch die aufwändig sanierte Kapitänskajüte pünktlich fertig geworden, in der nun die 99. Trauung stattfand. Die frisch vermählte Paar musste dann auch prompt nach alter Sitte einen dicken Tampen (Seil) durchsägen – und die Säge war natürlich – auch nach alter Sitte – eine ganz wackelige!
Die Geschenke aber, die das Brautpaar dann noch von Chef des Eignervereins der „Gorch Fock“ erhielt, damit das Ereignis auch nur ja nicht vergessen werde, waren ein Messingschild von der Kapitänskajüte – allerdings in kyrillischer Schrift – und ein Foto vom Ort des Geschehens.

2 Kommentare

  1. Hochzeits Fan Silke 13. April 2010 um 10:55

    Wow das ist mal eine wirklich tolle und ausgefallene Idee. Kann man irgendwo nachlesen, was solch eine Hochzeit kostet und wo man die Trauung vorbesprechen kann ?

    Liebe Grüße
    Silke

  2. Wulf Marquard 20. November 2010 um 19:09

    hallo Silke
    leider erst heute (20.11.)gelesen.infos auf http://www.gorchfock1.de
    Kosten Trauung 230 Euro.
    alles andere ist „nachoben offen“ (je nach Zahl der Gäste / Wünsche).
    MfG
    Wulf Marquard

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