Hochzeit, Ehe, Ewigkeit?

Veröffentlicht am: Dienstag, 13. September 2016 von admin in: Allgemein

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Kirchliche Hochzeit?

Manch eine/r  kriegt Gänsehaut: heute heiraten und in fünfzig Jahren goldene Hochzeit! Einigen wird’s heiß und andere fröstelt es bei der Vorstellung, „bis dass der Tod Euch scheidet“.

Die Einen sagen aus vollem Herzen und voller Freude ja, denken an Verlässlichkeit und Treue. Andere sagen einfach ja und sind sich alles andere als sicher. Denn: wer kann schon in die Zukunft sehen? Aber beide sind sich sicher: wir lieben uns, weit über den Tag hinaus …

Was heißt das eigentlich: lieben?

Ich will Dich! Das ist das eine: Ich will Dich für mich, warum auch immer.

Du bist so klug, so offen, so zuverlässig, so schön, so sexy…  Dich will ich haben!     Aber ich verspreche Dir auch etwas – das ist das andere: Egal was kommt, egal, wie Du oder die Dinge sich ändern, ich werde bei Dir bleiben, zu Dir halten, bis dass der Tod uns scheidet.

Ganz schön heavy! Wer kann so etwas schon versprechen?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Vielleicht spielt Angst ein bisschen mit, der Wunsch nach Geborgenheit, der Wunsch, dass der andere Ja sagt und mir Sicherheit gibt, am liebsten für immer. Nie in die Situation zu kommen, sagen müssen, geh nicht weg von mir.

Und dann gibt’s die, für die alles easy ist – das Leben ein Traum. Man kann sich gar nicht vorstellen, zu erwachen. Das ganze Leben – ein Lachen, so schön wie der Tag der Hochzeit. Ich freue mich jeden Tag, Dich zu sehen. Dass Du gehen könntest, ist mit so fern wie der Gedanke an den Tod.

Ach ja, Kinder. Ja, ich will auch ein Kind von Dir. Da steckt ein Stück Ewigkeit drin. Das ist auch ein Versprechen. Es geht weiter mit uns, weit über uns hinaus. Da ist das mit dem Weggehen so eine Sache. Da ist Bleiben angesagt, auch wenn das Boot einmal zu sinken droht. Wir sitzen im selben Boot.

Das kann schon mal hart sein, und da hilft Lachen oft weiter als die Zähne zusammenzubeißen. Wer lacht, öffnet den Mund, kann sprechen mit sich selbst, mit dem Anderen, mit Gott oder mit wem auch immer, und darin liegt eine Chance, weit über den Tag hinaus.

Standesamtliche Heirat? Muss sein?

Muss nicht, aber  ohne geht vieles  nicht. „Ohne“ ist man vor dem Gesetz vielleicht ein Paar, aber eben kein Ehepaar. „Ohne“ ist man (fast) ein Nichts.                     

Keine Steuervorteile, keine Erbberechtigung, kein Unterhaltsanspruch, keine Rente, Probleme bei der kirchlichen Trauung und mit den Kindern ist es auch nicht so einfach.

Aber: man bindet sich nicht auf ewig. Wollen Sie mit Frau …, wollen Sie mit Herrn  … die Ehe eingehen? Das fragt der Standesbeamte. Von „ewig“ oder „Tod“ ist da keine Rede. Also nur ein abgespecktes Eheversprechen? Kann man so sehen. Aber die Grundfrage bleibt (mal abgesehen von der Steuer): Warum heiraten wir?

Es gibt eine phantastische Hochzeit, tolle Geschenke, ich bin der Star für einen Tag, endlich nicht mehr allein, ab in die Flitterwochen … und dann? schauen wir mal weiter?

Fast die Hälfte der Ehen in Deutschland wird wieder geschieden. Aus Ewigkeit wird Vergänglichkeit. Und die letzten Jahre einer geschiedenen Ehe sind kein Spaß.

Also: Warum?

Wir sind doch nicht zur Hälfte romantische Trottel, die blind ins Unglück rennen. Dreihundertfünfzigtausendmal (350.000 mal) jährlich wird bei uns geheiratet. Warum?

Liebesheirat?

Wir glauben an die große Liebe!

Prinzip: Glaube, Hoffnung Liebe. Wir lieben die Liebe, glauben an sie und hoffen auf immer. Damit schließt sich der Kreis. Die Hochzeit ist eines der tollsten Feste im Leben. Wir wollen leben, in unseren Kindern weiterleben, wir feiern die Lust, wir feiern das Leben und das ist nicht profan, das ist auch zutiefst religiös. Hindus, Muslime, Buddhisten, Juden, Christen, alle feiern Hochzeit, alle auf Ihre Weise. Hochzeit war immer ein Stück Kultur, Kult – und ist es auch heute. Heiraten ist „Kult“.

 

2 Kommentare

  1. Flink 9. November 2016 um 11:00

    Sehr schöner Artikel und ich glaube auch noch an Glaube, Liebe und Hoffnung.
    Gefällt mir !

  2. Discjockey Stuttgart 23. Dezember 2017 um 14:20

    Ich denke ohne eine Hochzeit ist das leben einfach unerfüllt und es gehört einfach dazu. Erinnert mich nach einer Lyric „Life is a game and Love is the price :-)“

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