Tagesgeldkonten

Veröffentlicht am: Montag, 31. Oktober 2011 von admin in:

Hochzeit Premium

TAGESGELDKONTEN

Clever sparen mit Tagesgeld & Co.

Nicht nur die Hochzeitsfeier erfordert finanzielle Planung, auch viele andere Wünsche wie zum Beispiel die Hochzeitsreise, das Familienauto oder die neue Einrichtung lassen sich nicht ohne ein gewisses finanzielles Polster realisieren. Grund genug, regelmäßig etwas Geld zur Seite zu legen. Bei den meisten Anlegern steht dabei vor allem die Sicherheit der Ersparnisse im Vordergrund. Wer als Anleger heute auf relativ sichere Anlagemöglichkeiten setzen möchte, hat die Wahl zwischen Sparbuch, Tagesgeldkonto und Festgeldanlage. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der comdirect Bank aus dem Jahr 2011 gaben 55% der Befragten an, das Sparbuch als Geldanlage zu nutzen. Das Tagesgeldkonto wird laut Umfrageergebnis dagegen von 39% aller Sparer genutzt, das Festgeldkonto lediglich von 16%. Somit weist das Sparbuch trotz durchaus attraktiverer und deutlich höher verzinster Alternativen in Form von Tages- und Festgeld immer noch eine hohe Beliebtheit auf. Nachfolgend werden die Unterschiede zwischen Sparbuch, Tages- und Festgeld genauer erläutert und die Vorteile der modernen Geldanlagen aufgezeigt.

Tagesgeld und Festgeld als clevere Alternative zum Sparbuch

 

Trotz der nach wie vor sehr großen Beliebtheit des Sparbuchs, bietet das Tagesgeldkonto eine Anlagemöglichkeit, die zwar zunächst die gleichen Vorteile aufweist, darüber hinaus jedoch noch mit weiteren positiven Leistungsmerkmalen punkten kann, die beim Sparbuch wiederum nicht gegeben sind.

Tagesgeld und Sparbuch – welche Unterschiede sind auszumachen?

 

Sowohl das Tagesgeldkonto als auch das Sparbuch weisen eine recht hohe Flexibilität auf. Trotzdem kann das Tagesgeld hier einen großen Vorteil für sich verbuchen, denn ein solches Anlagekonto lässt sich jederzeit ohne die Einhaltung einer Frist kündigen.
Darüber hinaus besteht kein Limit bei der zwischenzeitlichen Entnahme von Kapital. Von einem Sparbuch dürfen hingegen maximal 2.000 Euro pro Monat abgehoben werden und man muss bei der Kündigung eine Frist von 3 Monaten beachten. Durch das Online-Banking im Tagesgeldbereich kann der Anleger zudem auch außerhalb der Geschäftszeiten auf sein Tagesgeldkonto zugreifen. Ein weiterer Vorteil besteht in der Rendite, denn auf einem Tagesgeldkonto lassen sich selbst in Niedrigzinsphasen fast 2,00% Zinsen pro Jahr erzielen. Die Rendite auf einem Sparbuch liegt in solchen Phasen hingegen sogar deutlich unter einem Prozent pro Jahr. In puncto Sicherheit steht das Tagesgeldkonto dem Sparbuch in nichts nach. Durch die im Rahmen der EU-Richtlinie 2009/14/EG aus dem Jahr 2009 geregelte gesetzliche Einlagensicherung sind Einlagen grundsätzlich bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Anleger abgesichert. Darüber hinaus bieten viele Banken durch Mitgliedschaft in einem freiwilligen Einlagensicherungssystem eine Absicherung darüber hinaus.

Festgeld & Sparbuch – die Unterschiede fallen größer aus

 

Bei der Betrachtung des Sparbuchs und eines Festgeldkontos fallen im Vergleich wesentlich größere Unterschiede auf. Dies liegt daran, dass das Festgeld eine etwas andere Art der Geldanlage darstellt und somit eher längerfristigen Sparzielen gilt. In Bezug auf die Rendite schlägt ein Festgeldkonto das Sparbuch um Längen. Es lassen sich nämlich selbst in Niedrigzinsphasen Renditen von deutlich über 3% pro Jahr erreichen. In puncto Flexibilität kann die Festgeldanlage hingegen nicht mithalten, denn das einmal fest angelegte Kapital steht über den gesamten Anlagezeitraum nicht zur Verfügung. Dazu kommt, dass auch die Kündigung eines Festgeldkontos nur aus triftigem Grund möglich ist und häufig mit Renditeverlusten einhergeht. Dafür bietet diese Geldanlage eine große Renditesicherheit, denn die Zinsen bleiben über die vereinbarte Laufzeit hinweg konstant. Beim Sparbuch kann der Zinssatz hingegen jederzeit geändert werden.

Die Vorteile eines Tagesgeldkontos im Überblick:

• kostenlose Kontoführung
• deutlich höhere Rendite
• keine Kündigungsfrist
• jederzeit unbegrenzte Kapitalentnahme möglich
• Zugriff auch außerhalb der Geschäftszeiten möglich
• gleiche Kapitalabsicherung durch Einlagensicherung

Die Vor- und Nachteile des Festgeldes im Überblick:

• höhere Rendite als Sparbuch und Tagesgeld (+)
• konstante Zinseinkünfte (+)
• Schutz durch Einlagensicherung (+)
• kein Zugriff auf das Kapital während der gesamten Laufzeit (-)
• keine vorzeitige Kündigung ohne Renditeverluste möglich (-)

Wie sicher sind Tagesgeld und Festgeld?

 

Gerade als Kleinanleger ist man im Regelfall besorgt um die Sicherheit des eigenen Kapitals. Ausfälle und damit einhergehende Verluste können nämlich nur sehr schwer verschmerzt werden. Glücklicherweise besteht in Bezug auf Tagesgeld und Festgeld kein Grund zur Sorge, denn beide Geldanlagen werden über die Einlagensicherung abgesichert. Die gesetzliche Einlagensicherung bietet dabei einen Sicherungsbetrag von 100.000 Euro pro Kunde. Gerade in Deutschland gehören viele Banken jedoch zusätzlich auch noch freiwilligen Einlagensicherungssystemen an. Auf diese Weise wird häufig eine Absicherung in Millionenhöhe zur Verfügung gestellt. Trotzdem sollte sich ein Anleger vor der Eröffnung eines Sparkontos immer erst über die Absicherung des jeweiligen Anbieters informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Für wen eignet sich welche Anlageform?

 

Natürlich stellt sich Anlegern bei den verschiedenen Alternativen die Frage, welche Anlageform für wen besonders geeignet ist. Das Tagesgeld und das Sparbuch ersetzen sich gegenseitig und rein faktisch hat ein Tagesgeldkonto wesentlich mehr Vorteile zu bieten. Diese liegen in einer deutlich besseren Rendite und einer interessanteren Flexibilität. Wer also sein Kapital flexibel anlegen und jederzeit darauf zugreifen möchte, ist mit einem Tagesgeldkonto gut beraten. Nebenbei wird zudem auch eine sehr attraktive Rendite geboten, die die Banken tagesgenau berechnen. Möchte man als Anleger seine regelmäßige Liquidität zudem optimal planen, kann auch zu Beginn eines Monats der Großteil des eigenen Gehalts auf dem Tagesgeldkonto angelegt werden. Bei Bedarf lassen sich entsprechende Summen sehr schnell wieder zurück auf das Girokonto transferieren und für andere Zwecke nutzen.

Festgeld eignet sich für längerfristige Sparziele

 

Eine Festgeldanlage setzt in der Regel eine Mindesteinlage voraus. Ein Festgeldkonto ist immer dann interessant, wenn es nicht nur um das Parken von Liquidität geht. Wer also einen bestimmten Geldbetrag für einen gewissen Zeitraum entbehren kann, sollte diesen in Festgeld investieren. Somit weiß der Anleger in den nächsten Jahren genau, welche Zinsgewinne ihn erwarten und er kann damit planen. Ein solcher Schritt eignet sich sowohl als Haupt-Geldanlage oder auch zur Stabilisierung des eigenen Anlageportfolios.

Tipp: Tagesgeld und Festgeld zur Renditeoptimierung miteinander kombinieren
Beim Tagesgeld und auch beim Festgeld handelt es sich um Geldanlagen, deren Nutzung im Normalfall keinerlei Gebühren mit sich bringt. Aus diesem Grund lassen sich beide Anlagemöglichkeiten auch sehr gut miteinander kombinieren. Dies bringt zum einen die Flexibilitätsvorteile des Tagesgelds und zum anderen die hohe sowie sichere Rendite des Festgelds mit sich.

 

Ein Rechenbeispiel – Kombi-Geldanlage
In dem Beispiel soll ein Anlagebetrag von 25.000 Euro investiert werden. Auf einem Festgeldkonto lassen sich bei 3 Jahren Laufzeit 3,4% Zinsen p.a. erwirtschaften. Beim Tagesgeld liegt die Rendite aktuell lediglich bei 2,2% p.a.. Legt man das Kapital nun komplett auf dem Tagesgeldkonto an, würde bei Wiederanlage der Zinsen folgende Rendite erwirtschaftet:

 

Anlagebetrag: 25.000 Euro
Zinssatz: 2,2% p.a.
Laufzeit: 3 Jahre
Zinsertrag: 1.686 Euro
Der Zinsertrag läge also bei 1.686 Euro nach 3 Jahren und der Anleger hätte jederzeit Zugriff auf das Kapital gehabt. Setzt man hingegen voll auf Rendite und damit auf das Festgeldkonto, könnte folgender Zinsgewinn erzielt werden:
Anlagebetrag: 25.000 Euro
Zinssatz: 3,4% p.a.
Laufzeit: 3 Jahre
Zinsertrag: 2.637 Euro
In diesem Fall läge der Zinsertrag bei 2.637 Euro, jedoch stände für finanzielle Notfälle kein Kapital zur Verfügung. Eine Kombination beider Anlagemöglichkeiten (17.000 Euro Festgeld und 8.000 Euro Tagesgeld) bringt alternativ folgende Rendite:
Anlagebetrag Festgeld : 17.000 Euro
Zinssatz: 3,4% p.a.
Zinsertrag (nach 3 Jahren): 1.793 Euro
Anlagebetrag Tagesgeld: 8.000 Euro
Zinssatz: 2,2% p.a.
Zinsertrag (nach 3 Jahren): 539 Euro
Gesamtzinsen (3. Jahr): 2.332 Euro

 

Wie man sieht, lässt sich mit der Kombi-Lösung eine wesentlich höhere Rendite erzielen als bei der reinen Tagesgeld-Lösung. Trotzdem steht für Notfälle eine Reserve von 8.000 Euro zur Verfügung. Auf diese Weise lassen sich also beide Vorteile sehr gut miteinander kombinieren.

 

Fazit

Tagesgeld und Festgeld stellen äußerst interessante Anlagemöglichkeiten dar und bieten damit eine sehr clevere Alternative zum herkömmlichen Sparbuch. Während ein Tagesgeldkonto aufgrund höherer Flexibilität und Rendite das Sparbuch optimal ersetzt, eignet sich eine Festgeldanlage vor allem zur Realisierung langfristiger Sparziele. Wer beide Geldanlagen miteinander kombiniert, kann von den jeweiligen Vorteilen profitieren. Für Kleinanleger bieten sich beide Anlagemöglichkeiten zudem deshalb an, weil das Kapital durch die gesetzliche Einlagensicherung ausreichend abgesichert ist und man somit keinerlei Verluste fürchten muss. Wer also sein Kapital sicher anlegen und trotzdem eine ansehnliche Rendite erzielen möchte, liegt mit einem Tagesgeldkonto oder einem Festgeldkonto auf jeden Fall richtig.

 

Der Artikel wurde von den Redakteuren des Portals www.festgeldvergleich.org erstellt, die Ihnen bei weiteren Fragen auch gerne per E-Mail oder Live Chat, den Sie auf der Seite Festgeldvergleich.org finden, zur Verfügung stehen.