Zuerst ein Schloss – spätere Hochzeit nicht ausgeschossen!

Veröffentlicht am: Montag, 18. April 2011 von Ulrike Luecke-Bongartz in: Allgemein

Liebesschlösser besiegeln Romanzen in der ganzen Welt und nicht selten krönen später Hochzeit und Eheschließung die große Liebe!

Liebesschlösser haben sich auf den Weg gemacht und sind mittlerweilein in der ganzen Welt zuhause. Doch was bedeutet das und woher kommt dieser Brauch, Vorhängeschlösser an Brücken anzubringen und damit symbolisch romantische Liebe zu verewigen?

LiebesschlösserMan vermutet – und die Hinweise sind ganz schön eindeutig – dass zum ersten Mal in Italien Liebesschlösser angebracht wurden. Es heißt, dass Absolventen der Sanitätsakademie San Giorgio am Ende ihrer Ausbildung die Vorhängeschlösser ihres Spindes an einer Brückenlaterne der Milvischen Brücke – die in Rom über den Tiber führt – anbrachten und dann Verliebte aus Rom dies als Brauch und Zeichen für ihre Liebe übernahmen.

Prompt gab es schon bald zwei Romane, in denen dieses Ritual vorkam, sich also zwei Verliebte ewige Treue schwören, das Schloss an der besagten Brückenlaterne anbringen und die Schlüssel in den Tiber werfen. Mit der Verfilmung der beiden Romane  verbreitete sich diese Sitte dann noch schneller über die Grenzen Italiens hinaus.

Meistens sind die Schlösser mit einer persönlichen Gravur versehen und die Initialen, ein Datum oder andere Beschriftungen der Verliebten, glänzen ewig über die Zeit in der Sonne. Der Brauch hat sich inzwischen in vielen Ländern der Welt verbreitet. Spätestens seit dem Spätsommer 2008 sind die ersten Liebesschlösser auch in Deutschland an der Kölner Hohenzollernbrücke gesichtet worden und damit ist sie zum bekanntesten deutschen Ort für diesen Brauch geworden.

Ganze Schulklassen pilgern zu der Brücke, um sich die vielen Schlösser anzusehen. Verliebte kommen, um selber eins dort hin zu hängen, und jeden Tag werden es mehr. Doch nicht nur in Köln ist dieser Brauch angekommen, denn es gibt mittlerweile fast in der ganzen Welt Verliebte Paare, die sich auf diese Art und Weise verewigen wollen. Deutsche Städte wie Dresden, Berlin, Hamburg oder Frankfurt am Main machen hierzulande in Sachen Liebesschlösser denn auch längst von sich reden.

In manchen Städten gibt es allerdings schon Überlegungen, wie man der Schlösser Herr werden kann, denn umgeknickte Laternen und von Menschentrauben umringte Brückengeländer sind zum Teil schon als ziemlich ordnungswidrig zu bezeichnen. So überlegen die Gemeinden teils öffentlich, wie sie mit dem Thema fertig werden, ohne die Verliebten und Touristen gleichermaßen zu vergrätzen.

In Köln aber hat die Deutsche Bahn sich erst einmal damit zufrieden gegeben, die Vorhänge- sprich Liebesschlösser an dem Geländer der Hohenzollernbrücke, die frisch verliebte Paare  dort anbringen, trotz ursprünglich anders lautender Ankündigung, nun doch nicht zu entfernen. „Sie bleiben hängen, solange die Verkehrssicherheit nicht gefährdet ist“, versprach Bahnsprecher Jürgen Kugelmann laut „Express“.

Die Stadt Köln am Rhein aber, die nicht zuletzt mit dem Kölner Dom ein wunderbares Meisterwerk zu bieten hat, freut sich indes über die vielen Verliebten Paare und hofft, dass manch eines dann eines Tages auch in Köln heiraten wird, denn die Stadt, in der man sich ewige  Treue geschworen hat und in der man sein Liebesschloss hinterlässt, wird dann natürlich später oft bevorzugter Trauort sein. Vorzüglichen Trauorten aber hat Köln eine ganze Menge zu bieten, und Heiraten im Kölner Dom ist eine ganz besonders verlockendes Ziel!!

Ein Kommentar

  1. amorchetti 18. April 2011 um 14:47

    WIr sind auch froh, dass Die Bahn tolerant mit der für Köln ja schon wichtigen touristischen Attraktion umgeht. Andere Städte sind da weit weniger verständnisvoll. Zuletzt hat Lübeck die ersten Liebesschlösser direkt mal wieder entfernt. Nun organisiert sich dort sogar eine Gruppe, die flashmob-artig eine neue Liebesbrücke gründen möchte.

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