Hochzeitsknigge

Veröffentlicht am: Montag, 31. Oktober 2011 von admin in:

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HOCHZETSKNIGGE

Benimmregeln zur Hochzeit.

Die Ursprünge dieses Hochzeitsbrauches gehen bereits auf Rituale aus vorchristlicher Zeit zurück. Somit gehört der Polterabend zu den ältesten noch gelebten Bräuchen. Keine Hochzeit kommt heute ohne den vorherigen Polterabend aus.

 

Während früher in einigen Regionen Deutschlands Freunde und Verwandte des Brautpaares, mit Peitschen und Stöcken, später auch Pistolen und Gewehrschüsse, Lärm schlagend durch die Strassen zogen, war es überwiegend üblich am Abend vor der Hochzeit Steingut, Tongefäße, Porzellan und Keramik zerschlagen. Dieser Hochzeitsbräuche, vermutet man, entstammt dem Volksglauben, das Scherben Glück bringen sollen.
Sollte in früherer Zeit der Lärm böse Geister vertreiben, ist es heute eher ein großer Spaß für Verwandte, Freunde und natürlich auch das Brautpaar, welches hinterher die ganzen Scherben aufkehren muss. Dieses Ritual soll das Brautpaar schon mal auf die vor ihnen liegenden gemeinsamen Aufgaben hinweisen.

 

Damals wie heute wird auf dem Polterabend kein Glas zerschlagen, galt es in früherer Zeit doch als Unglück bringend. Schlimmer noch wäre es allerdings einen Spiegel zu zerschlagen, weil dieses im Volksglauben sieben Jahre Pech verheißt.Ein Polterabend wird in der Regel nicht organisiert. Meist verbreitet es sich durch Mundpropaganda von Freunden und Verwandten. Zum Polterabend kommt eigentlich jeder, der dem Brautpaar nahe steht, auch wenn er nicht zur Hochzeit selber eingeladen wurde.Hier besteht dann auch die Gelegenheit zur Übermittlung von Glückwünschen. Neben dem eigentlichen Höhepunkt, dem Zerschlagen der mitgebrachten Dinge, denken sich Freunde oftmals weitere Überraschungen und Aktivitäten aus.Das Brautpaar sollte vorsorglich für Essen und Getränke sorgen. Da an nächsten Tag die Trauung ansteht ist beim Polterabend meist um Mitternacht Schluss. Deswegen gehen einige der Zukünftigen Brautpaare dazu über den Polterabend einige Tage vor zu verlegen.

 

Heute wird der Polterabend oft auch durch den, aus dem amerikanischen Brauchtum entstammenden, Junggesellenabschied ersetzt oder ergänzt.

Wir sind zu einer Hochzeit geladen, bei der das Brautpaar auf eine offizielle Geschenkliste verzichtet hat. Was ist für den Anlass passender: Sach- oder Geldgeschenke?
Beides geht! Am besten ist vermutlich, Sie spielen mal Sherlock Holmes und finden durch geschickte Befragungen beim Brautpaar selbst oder – „überraschungstechnisch“ noch besser – bei beiden sehr nahestehenden Menschen heraus, was sie für den Start in die Ehe am besten gebrauchen können. Wenn Sie sich für ein Geldgeschenk entschieden haben, an dieser Stelle noch ein Tipp: Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, und verpacken Sie die Scheine möglichst originell oder geschmackvoll – das kommt immer gut an! Für Sachgeschenke gilt: Dem hübsch verpackten Paket unbedingt eine Karte mit Glückwünschen und Ihrem Namen beifügen – so ersparen Sie den Jungvermählten lästige Recherchearbeiten, wenn diese sich bedanken wollen! Und: Die Geschenke werden üblicherweise erst im Anschluss an die Trauung im Rahmen der Hochzeitsfeier übergeben. Häufig steht dafür auch ein eigener Geschenktisch bereit.

 

Stimmt das, dass die Hochzeitstorte auf der Feier erst um Mitternacht angeschnitten werden darf? 
Dafür gibt es auch keine fixen Regeln mehr! Die Hochzeitstorte sollte zu dem Zeitpunkt angeschnitten werden, der dem Brautpaar am besten erscheint.

 

Muss der erste Tanz auf der Hochzeitsfeier ein Walzer sein?
Der erste Tanz, den das frisch vermählte Paar auf der Feier tanzt, ist klassischerweise ein Walzer. Wenn die beiden aber passionierte Tango-Tänzer sind, kann das natürlich auch ein Tango sein, oder ein anderer Tanz ihrer Wahl! Auch hier gilt: Erlaubt ist, was dem Hochzeitspaar gefällt!