Tiger Woods, Golfstar und Frauenheld – Ehe gerettet trotz neuer Enthüllungen?

Veröffentlicht am: Montag, 1. Februar 2010 von Ulrike Luecke-Bongartz in: Allgemein

Tiger Woods, Golfstar und Frauenheld – Ehe gerettet trotz neuer Enthüllungen? Was ist dran am Supermann?

Es ist ja schon ein bisschen traurig und erstaunlich dazu, den gesellschaftlichen Höhensturz des Superstars Tiger Woods zu verfolgen. Denn ob man nun will oder nicht, die Schlagzeilen der Boulevardblätter und Nachrichtensendungen sind voll davon und nun plappern auch noch die Exgespielinnen öffentlich und unverhohlen vom Budenzauber hinter den Kulissen.

Da fragt man sich natürlich zwangsläufig, wie denn all das Elin Nordegren, seine Ehefrau und die Mutter seiner 2 Kinder, verkraftet? Es wäre natürlich schon wünschenswert, könnte es ihr gelingen, die Krise mit ihrem Mann zusammen durchzustehen, denn sie hat ja bis jetzt auch glänzend von seinem Ruhm und seinem Erfolg gelebt und sich wohl nie ernsthaft gefragt, wie der denn nun zustande kommt.

Viele, um nicht zu sagen, fast alle berühmten und erfolgreichen Männer und Frauen, die – auch schon in früheren Zeiten – erfolgverwöhnt und im Rampenlicht stehend, angehimmelt wurden, hatten auch überdurchschnittliche Liebes- Bett- und Sexgeschichten. Der kleine Unterschied bestand allerdings hauptsächlich in zwei Aspekten. Zum einen war die Wahl der Partner unterschiedlich niveauvoll und zum anderen fielen die einen auf und die anderen nicht.

Liz Taylor heiratete acht mal und legalisierte dadurch auf geschickte, aber auch teure Art und Weise ihre Partnerwechsel, John F. Kennedy starb so früh, dass ihm seine Affairen zu Lebzeiten nicht mehr ernsthaft angekreidet werden konnten, bekannte Führungspersönlichkeiten aus der Politik hatten – früher zumindestens – die Presse gut im Griff und Boris Becker trug die Enthüllungen mit Humor, verlor aber dennoch die Mutter seiner Kinder als Ehefrau.

So scheint es denn außerdem, dass der Golfsport nicht volkstümlich genug ist, um seine Heros vom Volk vor dem Sturz ins Abseits zu schützen. Noch kommt ein Trend hinzu, den man aufmerksam beobachten kann: außergewöhnliche Leistungen dürfen ungestraft nicht mehr mit handfesten außergewöhnlichen Äußerlichkeiten erkauft werden. Meditieren ja, bumsen nein….? Und so bleibt denn nur die nüchterne Erkenntnis, dass wir nicht nur immer mehr in einer Gesellschaft leben, die sich anschickt, alles über einen Kamm zu scheren, sondern auch wieder mehr denn je bereit ist, den Belzebub plakativ auszumachen, um es einmal harmlos auszudrücken.

Am Beispiel des aktuellen Paradebeispiels Tiger Woods werden wir erleben, ob er nach absolvierter klinischer Sexsuchtbehandlung den Golfball trotzdem noch genau so gut trifft wie bisher oder als Ottonormalverbraucher ohne Ecken und Kanten – rund und angepasst wie ein Golfball – traurig aber wahr – den Rest seines Lebens verbringen wird.