Krise hin oder her – die Hochzeit läuft immer

Veröffentlicht am: Dienstag, 13. Oktober 2009 von Dorothea F. Voigtlaender in: heiraten

Sparen am Hochzeitstag nicht angesagt

Modatex_04-07-09_020_400Hochzeitsmessen haben Hochkonjunktur
Foto: Klaus W. Schmidt

Auch wenn die Hotels die Auswirkungen der Wirtschaftskrise deutlich spüren, an Hochzeitspaaren kann es nicht liegen. Die meisten Paare sind fest entschlossen, an ihrem wichtigsten Tag nicht zu sparen. Dafür legen Paare mit Eltern und ausgesuchten Verwandten gerne zusammen. Nicht selten bewegen sich die wirtschaftlichen Aufwendungen in einem guten fünfstelligen Eurobereich.

Das Schlachten des Sparschweins beginnt schon einige Zeit vor der Hochzeit. Wer sich als Betroffener auf die wirklich wesentlichen Bestandteile einer Hochzeit, wie den Kauf des Brautkleides oder des Hochzeitsanzugs konzentrieren möchte, beauftragt einen professionellen Hochzeitsplaner mit den eher lästigen Hintergrundaktivitäten. Der übernimmt beispielsweise die Auswahl der Location für die Feierlichkeiten, den Sektempfang, die Zusammenstellung des Buffets, die Organisation der Getränke, die Architektur und Beschaffung von Brautstrauß und Hochzeitstorte, die Dekorationen oder auch die Menükarten. Natürlich darf ein professioneller Disk-Jockey nicht fehlen, der nach Recherche die passende Musik zum passenden Zeitpunkt auf der passenden Anlage serviert. Manche Hochzeitsplaner übernehmen sogar diskret die Formulierung des Heiratsantrages.

Wenn auch viele Gäste einen Fotoapparat dabei haben – so mancher ist wie ein Profi ausgerüstet – zeigt doch die Erfahrung, dass der Hochzeitsfotograf, weil vertraglich gebunden, zuverlässig professionell aufgenommene und bearbeitete Bilder, ansprechend und zuverlässig zusammengestellt. Viele Paare beschäftigen schon im Vorfeld einen Profi-Fotografen, um die Visualisierung der Gemeinsamkeit an ungewöhnlichen Orten in ungewöhnlichen Posen festzuhalten.

Andere Bereiche profitieren ebenso von der Bereitschaft, viel Geld für die Hochzeit einzusetzen. Hotels, Gasthöfe, Restaurants sowie Geschäfte, die Hochzeitsmoden, Schmuck, Blumen oder sonstige sachdienliche Waren und Dienstleistungen feilbieten. Man könnte fast sagen, die Hochzeit bleibt eine Stütze der Wirtschaft.