„Hochzeit des Jahres“ in Schweden rückt immer näher !

Veröffentlicht am: Dienstag, 1. Juni 2010 von Ulrike Luecke-Bongartz in: Allgemein

Stockholm rüstet sich für riesigen Besucherstrom

Es wird eine Traumhochzeit erwartet und man spricht von Liebesheirat, wenn in kaum 2 Wochen Schwedens Kronprinzessin Victoria ihren Daniel Westling heiratet. Bereits heute gab es im Palast die ersten Hochzeits-Geschenke. Eine Serie wertvoller Gläser entlockte Victoria freundliche Zustimmung und ihr zukünftiger Ehemann darf sich schon jetzt „Seine Königliche Hoheit“ nennen, denn dafür hat der Brautvater König Karl-Gustav gesorgt. Außerdem wird er in Zukunft „Herzog von Västergötland“ sein und darf sich auch so nennen!.

Als besonders ins Auge fallend wird von den vielen Hochzeitsandenken gesprochen, die immer öfter in den Auslagen der schwedischen Geschäfte zu sehen sind, und die Hoflieferanten dürfen ihre Produkte mit dem Siegel „Den Officiella Bröllopsserien“ versehen. Genauer gesagt sind die Hochzeitsprodukte sogar schon seit dem 30 April, also an dem Tag, an dem König Carl Gustav XVI seinen Geburtstag feiert, offiziell im Verkauf.

Der Phantasie der Hersteller sind denn auch hier keine Grenzen gesetzt und man wird wohl in den nächsten Wochen von der unglaublichen Palette königlicher Hochzeitsaccessoires förmlich erschlagen werden. In den großen Kaufhäusern am Sergelstorg traut man seinen Augen kaum: Es gibt ein Hochzeitsservice, Hochzeitsgeschirr-Handtücher, Hochzeits-Untersetzer, Hochzeitsschlüssel-Anhänger, ja sogar die Hochzeits-Bettwäsche muss den Touristen als Andenken an die schönste Hochzeit des Jahres in Schweden her halten.

Mit den Teebeuteln, auf denen die königliche Familie zu sehen ist, hat man allerdings dann auch gleich den Vogel der Geschmacklosigkeit abgeschossen. Allerdings gehört auch das zu den Ritualen eines Festes von solchen Ausmaßen, dass sich da die eine oder andere Kuriosität nicht verhindern lässt.

Viel ärmer dran sind die Bewohner von Stadtvierteln, die in einem Zusammenhang mit dem Hochzeitspaar oder deren familiärem Hintergrund stehen. Dort wimmelt es dann vor Touristen, meistens sogar aus Russland, die man mit der Ostseefähre aus Petersburg zum Beispiel herangefahren hat, und die mit Megaphonbegleitung durch die Gassen und Straßen der Orte der Hochzeit gleich massenweise geführt werden.

Nun ja, einerseits ziemlich schrecklich, andererseits aber geht dieser „Zirkus“ auch absehbar irgendwann wieder vorbei, und die Erinnerung an die „Hochzeit des Jahres“ ist danach bestimmt nicht mehr so laut. Bis heute aber bleiben immer noch 2 Geheimnisse ungelüftet: wer hat das Brautkleid genäht und welche musikalische Überraschung steht dem Brautpaar und den Gästen bevor??

Lassen auch Sie sich überraschen liebe Leserinnen und Leser – wir tun es auch und berichten bestimmt in den nächsten Tagen noch ein bisschen weiter von der „schönsten Hochzeit des Jahres“ in Schweden und vielleicht sogar in Europa!