Extravagante Pelzmode zur Hochzeit im Winter

Veröffentlicht am: Montag, 18. Januar 2010 von Ulrike Luecke-Bongartz in: Hochzeitsmode

Extravagante Pelzmode zur Hochzeit im WinterTierschutz versus schön und warm

Als die Kleiderordnung noch streng geregelt war, gab es keine Diskussionen über das Tragen von Pelzen, es gab aber auch noch keinen Tierschutz. Mittlerweile aber ist das Tragen von echten Pelzen höchst verpönt und insbesondere Felle von aussterbenden Tierarten, dürfen nicht mehr verarbeitet werden.

Allerdings, wie so oft im Leben, gibt es auch zu diesem Thema viele Facetten und bedenkenswerte Argumente unterschiedlichster Art und Weise. Die Verarbeitung von Fellen und das Tragen von Pelzen war über Jahrhunderte nicht nur üblich, sondern auch notwendig, trug zur wirtschaftlichen Blüte vieler Regionen bei und gehörte speziell in den nördlichen Ländern nicht nur zum guten Ton, sondern wärmte diejenigen, die es sich leisten konnten, einen Pelz zu erwerben und zu tragen, sich mit einem Fell zudecken zu können und vor äußeren Witterungseinflüssen zu schützen.

Es entwickelte sich über Jahrhunderte das Kürschnerhandwerk, denn die Be- und Verarbeitung von Pelzen und Fellen bedurfte – und bedarf auch heute noch – besonderer Fertigkeiten, die in langen Ausbildungsjahren erlernt werden müssen.

Zweifelsohne sind die Qualitäten eines Stoff- oder Kunstpelzmantels nicht vergleichbar mit den vielen Vorzügen eines echten Fellmantels. Auch Fellkappen, Muffs oder Umgänge und Stolas aus echtem Pelz machen einfach mehr her, als die noch so gut hergestellten Plagiate aus Kunstpelzen.

Extravagante Pelzmode zur Hochzeit im Winter

Und doch gilt es, auch die Überlegungen der Tierschützer ernst zu nehmen, und selbst bei den verlockenden Angeboten für Pelze zur Hochzeit im Winter muss man als Trägerin wissen, das der Anblick manchem Betrachter verdammt ungemütlich aufstößt. Denn der sieht dahinter meistens ein sterbendes Lebewesen zu einem unnatürlichen Zeitpunkt. Neid und Missgunst sind auch Motive, die gegen die Benutzung von echten Pelzen rebellieren lassen, aber es ist wohl doch so, dass der Tierschutz bei den meisten Widersachern Grundmotivation ist.

So bleibt denn auch bei diesem Thema dem Einzelnen seine persönliche Entscheidung nicht erspart, und wer dann auch noch ein bisschen mehr wissen möchte über Pelze und Felle, deren Verarbeitung, Sinn und Zweck über viele Jahrhunderte bis heute, über Qualitäten, geschichtliche und kulturelle Hintergründe, der findet im Internet genügend Informationen.

Hoffen wir also einmal mehr, dass sich jeder Interessent seiner Verantwortung im Umgang mit dem Thema bewusst ist – egal ob er für oder gegen die Verwendung von Tierfellen und Pelzen – zum Beispiel als Kleidungsstücke – ist.

Text: Ulrike Luecke-Bongartz, Fotos: Klaus W. Schmidt

2 Kommentare

  1. Mareen 1. Februar 2010 um 0:14

    Die bekannte Schauspielerin Diana Amft „Mädchen Mädchen“, „Harte Jungs“, „Doctor`s Diary“ trug bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises ein Kleid des Brautmodenlabels „Felicita“ aus Berlin.

  2. Franziska 14. Juli 2010 um 20:07

    Bei solch einer Hochzeitsmode möchte eine Frau sofort nochmals heiraten. In kuscheligen Pelzen den Mann betören, nur der Winter steht noch vor der Türe, so warte ich eben noch die wenigen Monate.

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