Die Geschichte der Trauringe

Veröffentlicht am: Montag, 8. September 2014 von Redaktion in: Allgemein

TrauringeDas Anstecken der Trauringe ist ein fester Bestandteil einer jeden Hochzeitszeremonie. Es ist ein Symbol für das soeben gegebene Eheversprechen und zeigt, dass Braut und Bräutigam nun im Idealfall für immer miteinander verbunden sind. Doch woher kommt diese Tradition und warum werden überhaupt Ringe ausgetauscht? Tatsächlich ist dieser Brauch tief in der Geschichte der menschlichen Kultur verwurzelt und reicht sogar bis in die Zeit des frühen Altertums zurück.

Der Ring als Symbol für eine nie endende Liebe

Bereits im frühen Altertum wurde mit einem Ring eine ganz besondere Bedeutung verknüpft. Aufgrund der kreisrunden Form ohne Ende und ohne Anfang wurden Trauringe als ein Symbol für den Kreislauf einer nie enden wollenden Liebe betrachtet. Die Römer wie auch die Ägypter trugen in früheren Zeiten ihren Ehering immer am linken Ringfinger, da man glaubte, dass von diesem eine Ader direkt zum Herzen verlaufen würde. Auf diese Weise würde die Liebe über den Ring direkt in das Herz der geliebten Person gelangen. Heutzutage ist es bekanntlich immer noch Brauch, die Trauringe am Ringfinger zu tragen, wobei man in Deutschland allerdings in der Regel seinen Ehering am rechten Ringfinger trägt. In Italien werden die Trauringe interessanterweise aber nach wie vor am linken Ringfinger getragen. So ist es im Übrigen auch in den Vereinigten Staaten Brauch.

Wann wurde dem Trauring eine sakrale Bedeutung zu Teil?

Obwohl Trauringe im Jahr 860 nach Christus schon durch den Papst Nikolaus eine enorme sakrale Bedeutung für die Kirche erlangten, sind sie erst ein fester Bestandteil der kirchlichen Trauung, seit sich diese im 13. Jahrhundert durchsetzte. In der heutigen Zeit ist das Austauschen der Trauringe ein fester Bestandteil einer jeden kirchlichen Hochzeitszeremonie. Auch auf dem Standesamt werden im Übrigen die Trauringe ausgetauscht.

Schon lange Tradition: Inschrift und Diamantverzierung

Nicht nur das Tragen eines Eheringes beziehungsweise das Austauschen der Trauringe an sich ist bereits seit geraumer Zeit ein weltweit bekannter Brauch. Schon die alten Griechen bewiesen ihren Sinn für das Besondere, wenn sie ihre Trauringe mit persönlichen Inschriften verzierten. Nach wie vor nutzen viele Brautpaare diese Möglichkeit, um ihren Trauringen das gewisse Etwas zu verleihen. Ebenso geht das Besetzen des Traurings mit Diamanten auf eine jahrtausendalte Tradition zurück. Auch hier waren es die Griechen, die mit dem Feuer und auch der Härte eines Diamanten das unendlich lang lodernde Feuer der Liebe assoziierten. Der Begriff ‚Diamant‘ leitet sich nebenbei bemerkt von dem griechischen Wort ‚Adamas‘ ab.