Das Jawort

Veröffentlicht am: Montag, 11. Oktober 2010 von Ulrike Luecke-Bongartz in: Allgemein, heiraten

Hochzeit – Heirat -Ja-Wort – ein schönes Fest mit vielen Konsequenzen!

Mancher Gedanken, der sich um Heiraten und Hochzeit feiern dreht, hat neben all den schönen Seiten der Prozedur leider auch einen faden Beigeschmack und wird daher von vielen Partnern schlicht weg ignoriert. Die Konsequenzen sind dann oft ziemlich gravierend und dazu auch heute nicht mehr nur für die Frauen von Nachteil.

Ehevertrag

Ehevertrag

Ein ungeliebtes Schlagwort heißt Ehevertrag. Frauen ebenso wie Männern, denen ein solcher Ehevertrag zum Beispiel mehr Schutz vor Verarmung im Trennungsfall bieten kann, sind vor der Ehe gar nicht einsichtig, denn es verträgt sich nicht mit den Wertvorstellungen der meisten Heiratswilligen, bereits vor der Ehe über ein Scheitern derselben oder gar eine Trennung im Streit nachzudenken. Auch will man seine Eheschließung nicht als Vertragswerk betrachten und wenn schon dann natürlich nur im sich vertragenden Sinne.

In diesen Oktobertagen gibt es gleich zwei Termine, die zum Hochzeit feiern einladen – der 10.10.2010 ist just vorbei und weil er auf einen Sonntag fiel, haben dann doch nicht so viele Paare davon als Hochzeitstag Gebrauch gemacht. Aber es steht ja noch der 20.10.2010 als „rundes Datum“ vor der Tür. Und wir lesen auch mit großer Freude, dass dem Statistischen Bundesamt nach zu urteilen, die Heiratslust wieder steigt. 2,9 Prozent Trauungen gab es in den ersten drei Monaten dieses Jahres mehr zu verzeichnen als im ersten Quartal des letzten Jahres.

Daher ist es uns ein besonders Bedürfnis, darauf hinzuweisen, dass bei aller fröhlichen Vorbereitung zum schönsten Fest einer Frau – und auch hoffentlich für lange Zeit zum schönsten Fest der Liebenden – ein Hinweis gestatt sein muss, das böse Ende möglichst zu vermeiden! Jede 3. Ehe wird heutzutage nun mal – und wir finden auch leider – geschieden und Ehen, die an Schnapszahltagen geschlossen wurden, sind besonders häufig darunter zu finden! Heißt es aber schon seit Alters her und nicht erst seit Kurzem: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet…..!“

Es gibt allerhand Begriffe, hinter denen sich Handlungsfolgen und Konsequenzen verstecken, die man sich denn auch richtigerweise von einem (niedergelassenen) Rechtsanwalt erklären lässt! Gütertrennung, Zugewinngemeinschaft, einkommenssteuerrechtliche Vereinbarungen, usw. usw. – denn fachmännische Aufklärung trägt immer dazu bei, sich in aller Ruhe überlegen zu können, welchen Weg man miteinander zu gehen bereit ist.

Doch wem das alles vor der Hochzeit zu stressig ist und wer sich partout nicht die Vorfreude einer romantischen Hochzeit verderben will, der kann sich auch immer noch nach der Trauung für eine vertraglich zusätzlich festgehaltene Regelung entscheiden. Und so bleibt es jedem überlassen, sein Eheglücksüppchen nach eigenem Geschmack zu kochen. Allerdings, wie heißt es so schön: „Erst das Wasser kochen, dann die Nudeln herein.“